Sebastian Tiegel

Diplom Gesundheits- und Krankenpfleger; Dölsach

Am 11. September 2001 war ich 10 Jahre alt. Ich kam gerade von der Schule nach Hause und schaltete den Fernseher ein. Die Szenen brannten sich in meinen Kopf und
ich war fassungslos, dachte zuerst, es wäre ein Film. Leider lief auf jedem
Kanal derselbe Streifen und ich begann zu begreifen das dies die Realität war.
Meine Jugend war anschließend medial von Feindbildern geprägt, denn es war ja
schließlich klar, wer diesen Anschlag verübte.

Fakt ist, dass vieles rund um 9/11 ungeklärt ist und sich vor allem die westliche Politik
nach den Anschlägen maßgeblich verändert hat. «Terror» ist nun der Begriff der
Stunde und rechtfertigt anscheinend jede militärische Intervention. Es wurde
ein mediales Feindbild geschaffen und viele Menschen haben Angst. Gleichzeitig werden
immer weitere Freiheitseinschränkungen mit der Terrorgefahr begründet. Zudem
sind sind nicht nur beim Anschlag, sondern auch in den nachfolgenden Kriegen
Tausende unschuldig ums Leben gekommen.

Der 11. September 2001 war ein folgenreicher Tag und er muss im Namen der vielen Opfer
und Angehörigen und auch angesichts der daraus resultierender Kriege endlich unabhängig und ergebnisoffen untersucht werden.

Dieser Beitrag wurde unter Medizin veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.